Text, Werkstück

Der Meister

Er erzählte mir von einer Begegnung mit einer meiner früheren Inkarnationen nicht ohne beiläufig zu erwähnen, dass er selbst es vorziehe nicht wiedergeboren zu werden und deshalb schon steinalt sei, ich ihm aber deswegen nicht auf den Sack gehen solle.

Ich, damals offenbar ein kleines Mädchen, wobei ich mir nicht sicher bin, ob das ein Witz des Meisters war, hätte ihn in der noch von Pferden gezogenen Straßenbahn einer größeren deutschen Stadt, deren Namen er nicht mehr erinnern könne, aus dem Nichts heraus gefragt, als er sich neben mich gesetzt hatte, ob meine Gedanken an die Grenzen des Universums auch bis dahin reichen würden.

„Und? Was haben Sie geantwortet?“ frage ich pflichtschuldig.

„Hier!“ Er reicht mir eine Zisselur mit einer unglaublich schönen Patina. Ein Mann in Lumpen mit den Gesichtszügen des Meisters auf einem steigenden Pferd mit den Gesichtszügen eines Esels. Offenbar die Darstellung einer Skulptur. Auf dem Sockel ein Schild, auf dem steht: „Gedanken reichen nicht. Nirgendwohin. Nie reicht irgendetwas. Wer reich geworden ist, soll herrschen, und wer Macht besitzt, soll sie aufgeben, ihr Idioten!“

Das Scheppern des Eimers neben meinen Füßen reißt mich aus meiner entrückten Betrachtung. „Hol‘ Wasser, Mädchen!“

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OLG Hamburg: stern.de vs. blauerbote.com – Fake News

Aus dem Blauen Boten:

Am Hamburger Oberlandesgericht beziehungsweise am Landgericht Hamburg finden zur Zeit juristische Auseinandersetzungen zwischen stern.de und einem Stern-Journalisten einerseits und mir als Betreiber des Blogs Blauer Bote Magazin andererseits statt. Dabei geht es um Aussagen meinerseits gegen den Stern aus dem Bereich “Propaganda und Fake News” zu einem Stern-Artikel zum tatsächlichen oder angeblichen “Twitter-Mädchen” Bana Alabed (Aleppo, Syrien).

Der ganze Beitrag „OLG Hamburg: stern.de vs. blauerbote.com – Fake News“

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